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Grundwasserschutz beim Ausbau der E4 Autobahn durch den Einsatz von Kunststoffdichtungsbahnen
Grundwasserschutz beim Ausbau der E4-Autobahn durch den Einsatz von Kunststoffdichtungsbahnen

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Grundwasserschutz beim Ausbau der E4-Autobahn durch den Einsatz von Kunststoffdichtungsbahnen

Überblick

Die Europastraße E4 zwischen Helsingborg und Stockholm zählt zu den wichtigsten Verkehrs- und Transportachsen Schwedens. Täglich hat sie ein hohes Verkehrsaufkommen, und sie spielt eine zentrale Rolle für die wirtschaftliche und logistische Infrastruktur des Landes. Ein rund 30 Kilometer langer Abschnitt der E4 bei Ljungby musste umfassend modernisiert werden – ein Projekt unter der Leitung von Trafikverket, der schwedischen Verkehrsbehörde. Die Erweiterungsmaßnahmen umfassten die Verbreiterung der Fahrbahn, den Bau neuer Brücken und Kreuzungen sowie die Verstärkung von Schutzmaßnahmen für angrenzende Naturräume.

Dieser Abschnitt der E4 führt durch ein ausgewiesenes Schutzgebiet, das als Grundwasserquelle für die Trinkwasserversorgung von rund 70.000 Einwohner:innen in den Gemeinden Växjö und Alvesta dient. Die Nähe der Autobahn zu diesem Grundwasserleiter stellte ein deutliches Risiko dar: Oberflächenabfluss von der Straße könnte das Grundwasser verunreinigen und die öffentliche Gesundheit gefährden. Der Schutz dieser Wasserressource wurde daher zu einer zentralen Priorität bei der Modernisierung der Autobahn.

Herausforderung

In Grundwasserschutzgebieten sind an Straßenrändern in der Regel Maßnahmen erforderlich, um die schädlichen Auswirkungen des Streusalzeinsatzes zu verringern und die Ausbreitung gefährlicher Stoffe zu verhindern, die im Falle eines Unfalls in den Boden gelangen könnten. In Ljungby hätte eine unkontrollierte Versickerung solcher Stoffe das Grundwasser gefährden können, das die Trinkwasserversorgung speist. Die Erweiterung der E4 durch dieses sensible Gebiet erforderte daher ein robustes Abdichtungssystem, das den Abfluss auffängt und zurückhält, bevor er den Grundwasserleiter erreicht.

Die Herausforderung war zweifacher Natur: Erstens war der Umfang des Projekts erheblich – die 30 km lange Erweiterung der Fahrbahn verlief direkt über das geschützte Gebiet. Zweitens musste das Abdichtungssystem so konstruiert werden, dass es dauerhaft ist – trotz ständiger hydraulischer Belastung durch Oberflächenwasserabfluss und möglicher mechanischer Beanspruchung durch Bauaktivitäten. Trafikverket benötigte eine Lösung, die den Grundwasserschutz dauerhaft gewährleistet, ohne die Effizienz der Straßenerweiterung zu beeinträchtigen.

Lösung

Um das Grundwasser zu schützen, wurden Dichtungsbahnen von Solmax ausgewählt und vom Projektpartner Svenska Geotech AB installiert. Vor der Erweiterung der Straße wurde ein Graben entlang der E4 angelegt, der mit Dichtungsbahnen abgedichtet wurde, um ein durchgehendes Rückhalte- und Ableitungssystem für das Oberflächenwasser zu schaffen.

Das Solmax-Werk in Rechlin, Deutschland, lieferte über einen Zeitraum von zwei Jahren insgesamt 185.000 m² glatte GSE® HD Dichtungsbahnen mit einer Dicke von 1,5 mm. Dieses Material wurde aufgrund seiner Undurchlässigkeit, chemischen Beständigkeit und bewährten Leistung im Bereich des Wasserschutzes ausgewählt. Durch die Abdichtung des Grabens mit Dichtungsbahnen wird sichergestellt, dass Oberflächenwasser nicht in den Boden eindringen und das Grundwasser erreichen kann. Stattdessen wurde das Wasser sicher zurückgehalten und kontrolliert abgeleitet. Bittel löschen- ist im Prinzip doppelt

Um die Dauerhaftigkeit und Funktionstüchtigkeit der Abdichtung zu verbessern, wurde die Dichtungsbahn in ein mehrschichtiges Geokunststoffsystem integriert. Ein Schutzgeotextil wurde sowohl unter als auch über der GSE® HD Dichtungsbahn verlegt, um Beschädigungen oder Leckagen während der Installation und im laufenden Betrieb zu verhindern. Über dem Abdichtungssystem folgt eine Schutzschicht aus Sand, darüber eine Drainageschicht aus Kies. Diese Schichten bieten zusätzlichen Schutz für die Abdichtung und sorgen gleichzeitig für eine effiziente Ableitung des gesammelten Oberflächenwassers.

Das kombinierte System erfüllt mehrere Funktionen: Rückhaltung, Schutz und Drainage. Durch das Auffangen und sichere Ableiten des Straßenabwassers ist das Risiko einer Verunreinigung des Grundwassers eliminiert. Gleichzeitig verlängerten die schützenden Geotextil- und Sandschichten die Lebensdauer der Abdichtung, indem sie mechanische Schäden verhindern und Lasten gleichmäßig verteilen.

Die Installation zeigte eindrucksvoll, wie technisch ausgefeilte Geokunststoffsysteme komplexe Infrastrukturherausforderungen in ökologisch sensiblen Gebieten bewältigen können. Die Lösung von Solmax fügte sich nahtlos in die Ausbauarbeiten der E4 ein und bot zuverlässigen Grundwasserschutz, während Trafikverket die erforderlichen Modernisierungen erfolgreich umsetzen konnte.

Das Projekt in Ljungby verdeutlicht, wie sich Kunststoffdichtungsbahn-Abdichtungssysteme im großen Maßstab einsetzen lassen, um kritische natürliche Ressourcen zu schützen. Mit der Lieferung von 185.000 m² GSE® HD Dichtungsbahnen trägt Solmax maßgeblich dazu bei, die Trinkwasserversorgung von 70.000 Menschen zu sichern, strenge gesetzliche Vorgaben zu erfüllen und eine nachhaltige Entwicklung einer der wichtigsten Verkehrskorridore Schwedens zu gewährleisten.


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