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PTES erklärt
Was ist ein Erdbecken-Wärmespeicher?
Ein Erdbecken-Wärmespeicher (PTES) ist ein großes, isoliertes und wassergefülltes System zur Wärmespeicherung im Erdreich. Es nimmt überschüssige Wärme aus Quellen wie Solarthermie oder Industrie auf und speichert sie für den späteren Gebrauch. Bei einer saisonalen Speicherung wird die über das Jahr gesammelte Energie im Winter abgegeben, wenn der Bedarf am höchsten ist. Kurzzeitspeicher hingegen puffern die Wärme für den regelmäßigen Bedarf in Fernwärmenetzen oder Prozessen. PTES bilden das Bindeglied zwischen schwankender Erzeugung und stetigem Bedarf, wodurch die Wärmeversorgung stabil, effizient und unabhängig von fossilen Brennstoffen wird.
Wie funktioniert ein Erdbecken-Wärmespeicher?
Ein PTES besteht aus einem ausgehobenen Erdbecken, das mit Hochleistungs-Geokunststoffen ausgekleidet ist, um eine wasserdichte und langfristige thermische Speicherung zu garantieren. Das Erdbecken ist mit Wasser gefüllt, das als Speichermedium dient. Das Wasser wird durch Solarthermie, industrielle Wärmetauscher, Power-to-Heat aus Windparks oder Abfallverwertungsanlagen erwärmt. Der Speicher fungiert dabei als thermische Batterie. Die entnommene Wärme wird bei Bedarf über Wärmetauscher in das Netz eingespeist. Wärmedämmungen im schwimmenden Speicherdeckel und bei Bedarf auf oder im Böschungsdamm des Speichers minimieren Verluste, während eine präzise Überwachung der Temperatur einen effizienten Betrieb und lange Laufzeiten sichert.
Warum ist PTES wichtig für die Energiewende?
Heizen und Kühlen machen fast die Hälfte des weltweiten Energiebedarfs aus. Für Klimaneutralität reicht die Erzeugung allein nicht aus: Es braucht Speichertechnologien. PTES bietet dieses fehlende Glied und ermöglicht eine großskalierte Dekarbonisierung, Energieunabhängigkeit durch weniger Importe sowie lokale Wertschöpfung durch effiziente Ressourcennutzung.