Überblick
Ein führender spanischer Immobilien-Investmentfonds startete ein Entwicklungsprojekt in Castanheira do Ribatejo, einem hochwassergefährdeten Gebiet in der Nähe von Lissabon. Ziel war der Bau einer tragfähigen Plattform über weichen alluvialen Böden, gestützt durch Kiespfähle – eine bewährte Methode zur Verbesserung der Tragfähigkeit in anspruchsvollen geotechnischen Verhältnissen. Die Herausforderung bestand darin, eine geeignete Bewehrungsschicht durch den Einbau eines Geotextils zu realisieren, das hohe Zugfestigkeit in beide Richtungen bietet, Setzungsunterschiede reduziert und langfristige Stabilität sichert.
Angesichts eines straffen Bauzeitplans sowie einer hohen Nachfrage in Europa, dem Nahen Osten und Afrika war die Wahl der passenden Geotextil-Lösung entscheidend, um sowohl technische Anforderungen als auch Lieferfristen zuverlässig einzuhalten. Solmax wurde mit der Lieferung des Geotextils beauftragt.
Dieses Projekt war nicht nur ein technisches Unterfangen, sondern auch eine Gelegenheit, nachhaltige Baupraktiken umzusetzen. Durch die Reduzierung des Einsatzes von Schüttmaterialien und die Verkürzung der Bauzeit trug der Einsatz des innovativen MIRAFI® Geolon PET 200 S Geotextils sowohl zu ökologischen Vorteilen als auch zu Kosteneffizienz bei.
Herausforderung
Die größte technische Herausforderung war das Vorkommen hochvariabler und komplexer alluvialer Ablagerungen unter dem Baugrund. Diese weichen Böden erforderten eine gründliche geotechnische Planung und stellten ein hohes Risiko für Setzungsunterschiede unter Last dar. Herkömmliche Gründungsmaßnahmen wären zeit- und ressourcenintensiv gewesen und hätten große Mengen an Schüttgut sowie umfangreiche Stabilisierungsmaßnahmen erfordert.
Deshalb wurde in Anbetracht der Gegebenheiten vor Ort der Einbau eines hochmoduligen, biaxialen Geotextils vorgeschlagen. Die Bewehrung musste langfristig zuverlässig funktionieren, minimale Verformung unter Belastung aufweisen und ausreichende Zugfestigkeit in beide Richtungen bieten, um die Lasten gleichmäßig über die Kiespfahlmatrix zu verteilen. Die Kontrolle des Setzungsverhaltens bei gleichzeitig effizienter Installation machte eine Geokunststofflösung mit gut dokumentierten mechanischen und dauerhaften Eigenschaften zur bevorzugten Wahl.
Eine zusätzliche Herausforderung war der enge Zeitrahmen des Projekts. Der Sommer ist Hochsaison im Bauwesen in Europa und dem Nahen Osten, was erheblichen Druck auf Produktverfügbarkeit und Lieferzeiten ausübte. Die Lieferung großer Mengen eines spezialisierten, gewebten Geotextils in kurzer Zeit erforderte eine präzise Koordination zwischen der Solmax-Produktion, dem lokalen Vertriebspartner und dem Bauunternehmen in Portugal.
Die Verlegung des Geotextils verlangte eine Überlappung von 50 cm zwischen benachbarten Rollen, direkt auf dem vorbereiteten natürlichen Boden. Eine gleichmäßige und effiziente Verlegung trotz des schwierigen Geländes und des engen Zeitplans war entscheidend, um Verzögerungen oder Fehlausrichtungen der Bewehrungsschicht zu vermeiden.
Besonders hervorzuheben war die umfassende Analyse zur Bestimmung der langfristigen Bemessungsfestigkeit des Geotextils. Reduktionsfaktoren für Kriechen, Einbaubeschädigung sowie chemische und biologische Einflüsse mussten berücksichtigt werden, um die langfristige Stabilität der Plattform sicherzustellen.
Lösung
Zur Erfüllung der Leistungs- und Logistikanforderungen lieferte Solmax MIRAFI Geolon PET 200 S – ein biaxial gewebtes Geotextil aus hochmoduligen Polyesterfasern. Dieses Material wurde aufgrund seiner hohen Steifigkeit in Längs- und Querrichtung sowie seiner langfristigen Beständigkeit ausgewählt. Mit robuster CE-Zertifizierung und bewährtem Einsatz in ähnlichen Projekten in der Region galt MIRAFI Geolon PET 200 S als zuverlässigste Lösung.
Die Produktion im Solmax-Werk in den Niederlanden wurde intensiviert, zusätzliche Schichten eingeplant und Teillieferungen schneller koordiniert, um einen reibungslosen Baufortschritt zu ermöglichen. Diese flexible Produktions- und Logistikstrategie stellte sicher, dass alle Bauphasen mit dem Zeitplan übereinstimmten und Verzögerungen in der Hochsaison vermieden wurden.
Der Einsatz von MIRAFI Geolon PET 200 S brachte mehrere Vorteile: Das Geotextil reduzierte vertikale und laterale Verformungen und verbesserte die Lastverteilung – entscheidend für die erwarteten Bauwerkslasten und die langfristige Leistungsfähigkeit der Plattform. Zudem konnte durch die Bewehrung die erforderliche Schichtdicke des Schüttmaterials reduziert werden, was Materialeinsparungen, weniger Lkw-Fahrten und geringere Umweltbelastung zur Folge hatte.
Alternative Geotextillösungen wurden in der Planungsphase geprüft. Aufgrund früherer Erfolge in der Region und des Vertrauens des Ingenieurteams wurde MIRAFI Geolon PET 200 S wegen seiner ausgewogenen technischen Leistung, einfachen Installation und zuverlässigen Verfügbarkeit ausgewählt.
In einem größeren Kontext unterstreicht dieses Projekt die Bedeutung der Kombination aus geotechnischem Fachwissen und hochwertigen Geokunststoffen. Während Bemessungen den Rahmen für den Projekterfolg liefern, war die Erfahrung der Ingenieure vor Ort – insbesondere in komplexen Bodenverhältnissen – entscheidend für die Produktauswahl und Einbaumethode. Das technische Know-how des Solmax-Teams garantierte einen verlässlichen Einbau.
Das Projekt wurde termingerecht abgeschlossen und erfüllte alle technischen Leistungsanforderungen. Die hohe Qualität des Geotextils und die reaktionsschnelle Lieferkette ermöglichten eine reibungslose Verlegung und einen zügigen Baufortschritt. Sowohl der Auftraggeber als auch das Ingenieurbüro zeigten sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Der erfolgreiche Einsatz von MIRAFI Geolon PET 200 S hat bereits zu weiteren Projekten in der Region Lissabon geführt.
Diese Fallstudie zeigt eindrucksvoll, wie Geokunststoffe – in Kombination mit fundiertem geotechnischem Know-how und reaktionsschnellem Projektmanagement – selbst unter schwierigsten Bodenbedingungen zuverlässige und nachhaltige Ergebnisse liefern können.